Das Messezentrum Salzburg ist Gastgeber für Messen, Kongresse und Events.
Die Vielfalt unter einem Dach begeistert Besucher, Aussteller und Veranstalter!

Messezentrum Salzburg verschafft heimischer Wirtschaft satte Umsätze

Eine aktuelle Umwegrentabilität-Analyse des Zentrums für Zukunftsstudien der Fachhochschule Salzburg (Autoren: Mag. Reinhard Hofbauer, Dkfm. Bernd Gaubinger) mit Untersuchungszeitraum 2012/13 zeigt die volks- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der durch das Messezentrum Salzburg ausgelösten Kaufkrafteffekte. Die messeinduzierte Gesamtnachfrage beträgt im Untersuchungszeitraum 69,2 Mio. Euro. Aus diesen Ausgaben resultiert ein gesamtwirtschaftlicher Produktionswert von 158,4 Mio. Euro. Die Hotellerie und Gastronomie, der Handel und Unternehmen im Bereich Werbung/Repräsentation profitieren am stärksten. Auch der Arbeitsmarkt darf sich freuen: Durch das Messezentrum Salzburg werden beachtliche Beschäftigungseffekte ausgelöst und österreichweit rund 1.300 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert.

Ergebnisse der Besucherbefragung

Im Untersuchungszeitraum 2012/13 haben rund 380.500 Personen die der Studie zugrunde gelegten Messen besucht (gesamt 1,2 Mio. Besucher im Messezentrum Salzburg im Zeitraum 2012/13). 13 % aller Besucher, rund 49.500 Personen, übernachten im Zuge des Messebesuchs mindestens einmal. Insgesamt konnten 97.500 messeinduzierte Übernachtungen ausgelöst werden. 62 % davon entfallen auf die Stadt Salzburg, 27,7 % auf das Salzburger Land und zu 7,1 % profitiert Bayern. Rund ein Viertel der Übernachtungen entfällt auf Hotels der gehobenen Kategorie, die Hälfte der Übernachtungen können Hotels mittlerer Kategorie für sich verbuchen. Durchschnittlich geben Messebesucher 78 Euro pro Übernachtung aus. Sohin werden 7,6 Mio. Euro Übernachtungsausgaben durch Messebesucher des Messezentrums Salzburg ausgelöst.

Die Einkäufe der Messebesucher bei heimischen ausstellenden Unternehmen belaufen sich auf 6,55 Mio. Euro. 18,7 % der Messebesucher tätigen auch Einkäufe außerhalb des Messegeländes. Vorwiegend werden Bekleidung, Schuhe, Lebensmittel, Süßwaren und Getränke gekauft. Der durchschnittliche Einkauf beläuft sich auf 208 Euro. In Summe werden Einkäufe von rund 15,1 Mio. Euro getätigt. Auch die Salzburger Gastronomie freut sich über Umsätze der Messebesucher. Knapp 40 % der Messegäste besuchen während ihres Aufenthalts ein Restaurant außerhalb des Messegeländes und geben durchschnittlich 41 Euro für ihren Restaurantbesuch aus. Die Salzburger Gastronomie konnte 8,9 Mio. Euro Umsatz generieren.

Ergebnisse der Ausstellerbefragung

Bei den ausstellenden Unternehmen dominieren Ausgaben für Repräsentation und Werbung. Dafür geben die Aussteller im Schnitt 3.000 Euro aus. Damit werden durch die Messen am Messezentrum direkt 15,8 Mio. Euro an Ausgaben für Repräsentation und Werbung ausgelöst. Pro ausstellendem Unternehmen sind im Schnitt 3,5 Mitarbeiter für vier Tage bei einer Messe beschäftigt. Im gesamten Untersuchungszeitraum sind das 18.100 Beschäftigte. Die Gesamtzahl der Übernachtungen durch Aussteller bzw. ihre Mitarbeiter beläuft sich auf 52.500. Die Gesamtausgaben der messeinduzierten Übernachtungen inkl. jener für den Standaufbau betragen 4,3 Mio. Euro.

Für die Verpflegung der Mitarbeiter geben die Aussteller pro Tag durchschnittlich 36 Euro aus, insgesamt 2,6 Mio. Euro. Die betrieblichen Ausgaben für Restaurantbesuche tragen mit 3 Mio. Euro zum Umsatz der Salzburger Gastronomie bei, rund 587 Euro pro Restaurantbesuch. Knapp die Hälfte der Aussteller bzw. ihrer Mitarbeiter nutzen ihren Salzburg-Aufenthalt auch für private Ausgaben außerhalb der Messe. Die gesamten Ausgaben für den Konsum außerhalb der Messe belaufen sich auf 1,8 Mio. Euro.

Regionalwirtschaftliche Effekte

Unter Einbeziehung der direkten, indirekten und induzierten Effekte ergibt sich auf der Grundlage der erhobenen Gesamtausgaben von Besuchern und Ausstellern ein Gesamtproduktionswert von 158 Mio. Euro. Auf die gesamtösterreichische Wirtschaft entfallen 136 Mio. Euro, der regionale Produktionswert beträgt 95 Mio. Euro. Die durch das Messezentrum Salzburg ausgelösten fiskalischen Effekte belaufen sich auf rund 19 Mio. Euro.

„Messeplätze erzielen immense volkswirtschaftliche Effekte für Hotels und das Gastgewerbe, Handwerker, Verkehrsbetriebe, den örtlichen Einzelhandel oder die Steuerkasse und sichern darüber hinaus zahlreiche Arbeitsplätze. Das Messezentrum Salzburg zählt zu den Top-drei-Messestandorten in Österreich und ist wichtiger Motor für Tourismus und Wirtschaft in unserem Land. Um die hohe Attraktivität dieses Messplatzes zu gewährleisten, werden wir den geplanten Neubau der Halle 1 entsprechend finanziell unterstützen“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Messezentrum Salzburg und Bürgermeister der Stad Salzburg, Dr. Heinz Schaden.

Dr. Manfred Pammer, stellvertretender Direktor der WKS ergänzt: „Das Messezentrum Salzburg ist und bleibt eine der wichtigsten Infrastruktureinrichtungen Salzburgs mit enormer wirtschaftlicher Strahlkraft. Wie die neueste Untersuchung der gesamtwirtschaftlichen Effekte zeigt, brummt der Wirtschaftsmotor Messezentrum Salzburg mehr denn je. Für die WKS steht außer Zweifel, dass das Salzburger Messezentrum für den Top-Wirtschaftsstandort Salzburg so notwendig ist wie zum Beispiel der Flughafen, so unverzichtbar wie eine funktionierende Breitbandkommunikation oder so wichtig wie die Fachhochschule, die Universität oder andere Infrastrukturen, welche die Leistungsfähigkeit Salzburgs ermöglichen.“

Beschäftigungswirkungen

Aus den durch die Tätigkeit des Messezentrums Salzburg ausgelösten direkten, indirekten und induzierten Nachfrageffekten resultieren beachtliche Beschäftigungseffekte. Im Untersuchungszeitraum 2012/13 wurden 1.300 Beschäftigungsverhältnisse geschaffen bzw. gesichert. Auf die Region Salzburg entfallen 950 Arbeitsplätze. In Vollzeitäquivalenten entspricht dies 980 Arbeitsplätzen, davon sind 730 der Region Salzburg zuzuordnen. „Diese Zahlen zeigen klar und deutlich, dass die wirtschaftliche Bedeutung des Messezentrums Salzburg weit über die Veranstaltung von Messen hinausgeht. Die Ausgaben unserer Messebesucher und Aussteller erhöhen den Produktionswert, die Wertschöpfung und die Beschäftigung einer großen Bandbreite profitierender Branchen. Die Ergebnisse der Studie sind ein wichtiger Beleg für die Richtigkeit aller bisherigen und künftigen Investitionen“, ist Dipl.-Kfm. Henrik Häcker, Geschäftsführer Messezentrum Salzburg, überzeugt.

Zur Studie: Zeitraum und Methodik

Grundlage der Analyse der volks- und regionalwirtschaftlichen Effekte des Messezentrums Salzburg bilden Besucher- und Ausstellerbefragungen. Als Untersuchungszeitrum wurden die Jahre 2012 und 2013 gewählt. Damit wurde dem Umstand Rechnung getragen, dass einzelne Messen nur alle zwei Jahre, der Großteil jedoch jährlich stattfindet. Die Befragung von Besuchern und ausstellenden Unternehmen erfolgte persönlich mittels Fragebögen am Ausstellungszentrum.

Im Rahmen der Besucherbefragung gingen 1.943 Fragebögen in die Auswertung ein. Bei den Ausstellern wurde eine Stichprobe von 400 aus einer Grundgesamtheit von 5.260 ausstellenden Unternehmen im Untersuchungszeitraum zufällig ausgewählt und entsprechend gewichtet.

Demografie der Messebesucher

67,1 % aller 380.500 Messebesucher sind männlich, 32,8 % weiblich. Das Durchschnittsalter der männlichen Messebesucher liegt bei 41,7 Jahren, das der Frauen bei 38,7 Jahren. 44,3 % der Messebesucher sind aus Stadt und Land Salzburg. 19,1 % kommen aus einem angrenzenden Bundesland, 18,6 % aus den übrigen Bundesländern Österreichs. 12,4 % der Besucher reisen aus Bayern an, 3,4 % aus dem Rest Deutschlands. 1,4 % der Besucher kommen aus einem weiteren europäischen Land zur Messe nach Salzburg, 0,8 % aus sonstigen Ländern. 80 % der Messebesucher reisen mit dem PKW an, 8 % mit der Bahn/S-Bahn und 7 % nutzen sonstige öffentliche Verkehrsmittel. Lediglich 1 % der Anreise entfällt auf den Flugverkehr.

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