Steuerrechtliche Informationen

  • Grundsätzlich gilt in Österreich die Registrierkassenpflicht!

    In den Erleichterungen der Registrierkassenverordnung sind Verkäufe auf Messen und Veranstaltungen den mobilen Umsätzen zuzuordnen. Der Aussteller bzw. Veranstalter muss also nicht eine mobile Kasse am Stand mit sich führen, sondern es genügt, einen händischen Beleg auszugeben. Der auf der Veranstaltung generierte Umsatz muss aber in jedem Fall nach Rückkehr in der Kasse nachgetragen werden.

     

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    Infoblatt Registrierkassenverordnung
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    Die Kassenpflicht Broschüre der WKO
  • Gerne teilen wir Ihnen folgende Stellungnahme des Finanzamt Graz-Stadt bezüglich doppelter Versteuerung von Umsätzen in Österreich und Deutschland mit:

    • Verkauft ein ausländischer Unternehmer ohne Sitz und Betriebsstätte (Messestand ist keine Betriebsstätte) Waren egal welcher Art, auf österreichischem Staatsgebiet, so ist dieser Verkauf in Österreich der Umsatzsteuer zu unterwerfen, da die Verfügungsmacht in Österreich vom Verkäufer auf den Kunden übergeht. Daraus folgt, dass die Lieferung (Verkauf) in Österreich als steuerbar und idR steuerpflichtig anzusehen ist.
    • Kommt der betroffene Unternehmer beispielsweise aus Deutschland und verbringt er die Waren von Deutschland nach Österreich, verwirklicht er auch eine Lieferung in Deutschland und gleichzeitig einen innergemeinschaftlichen Erwerb in Österreich. Vereinfacht ausgedrückt liefert der deutsche Unternehmer von Deutschland aus an sich selbst nach Österreich. In Österreich muss diese fiktive Lieferung als innergemeinschaftlicher Erwerb behandelt werden, die Erwerbsteuer ist bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen als Vorsteuer abziehbar. In Deutschland ist dieses „Verbringen“ als innergemeinschaftliche Lieferung anzusehen, die als steuerfrei zu behandeln ist (in DE), wenn die Voraussetzungen wie u.a. die Warenbewegung von Deutschland nach Österreich und die Erwerbsteuerbarkeit in Österreich (durch z. B. Angabe der österreichischen UID) nachgewiesen werden. Dadurch erfolgt quasi eine „Entsteuerung“ im Ursprungsland. Die effektive Besteuerung erfolgt durch den in Österreich im Anschluss an das Verbringen stattfindenden Verkauf auf der Messe.

    Der deutsche Unternehmer verwirklicht im Prinzip 3 steuerbare Vorgänge:

    • Die Lieferung in Deutschland mit der Warenbewegung nach Österreich, die in Deutschland steuerfrei sein sollte (bei Erfüllen der Voraussetzungen)
    • Den innergemeinschaftlichen Erwerb idR mit Vorsteuerabzug in Österreich und
    • Eine Lieferung in Österreich, die in der Regel steuerpflichtig ist (auf der Messe).

    In einem Satz:

    Zu einer „Doppelbesteuerung“ kann es nach Meinung des Finanzamts Graz nur kommen, wenn in Deutschland die Voraussetzungen für eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung (in Form des Verbringens an sich selbst) nicht vorliegen oder nicht nachgewiesen werden.

    Bei weiteren Fragen steht Ihnen das Finanzamt Graz-Stadt unter Tel.: +43 (0) 316 / 881 538 gerne zur Verfügung.

    Ausführliche Informationen dazu finden Sie in der Broschüre des BMF

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    Informationsblatt für ausländische Unternehmer

Ihr Ansprechpartner als Aussteller

Messen
Wolfgang Baumgartner
Abteilungsleiter Messen
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Österreich
T: +43 662 24 04 51

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