16. September 2019

Europäische Bauforschertage • Salzburg • Das Bauwerk als primäre Quelle seiner Geschichte

Die 2. Europäischen Bauforschertage unter der Leitung des Instituts für Architekturtheorie und Baugeschichte der Uni Innsbruck im Rahmen der MONUMENTO

Die „Europäischen Bauforschertage“ 2020 finden im Rahmen der Salzburger Messe MONUMENTO statt. Im Fokus stehen u.a. auch sanierungsbedürftige Privatbauten, die nicht den einschränkenden Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes unterliegen.

Veranstaltet werden sie wieder vom Institut für Architekturtheorie und Baugeschichte der Universität Innsbruck unter der Leitung von Professor Klaus Tragbar. Aktuelle Themen der Bauforschung im europäischen Kontext und im Sinne einer länderübergreifenden Zusammenarbeit werden diskutiert. „Bei den Zweiten Europäischen Bauforschertagen steht die Vermittlung der Architektur der Nachkriegsmoderne im Fokus,“ erklärt Messe-Konsulent HR Dr. Ronald Gobiet. „Bewusstseinsmachung von Qualität, Wert und Bedeutung ist das Gebot der Stunde.“

Darüber berichtet auch das aktuelle Fachmagazin RESTAURO. Der gesamte Artikel sowie der folgende Auszug sind hier abrufbar:

https://www.restauro.de/das-bauwerk-als-primaere-quelle-seiner-geschichte/

"Die historische Bauforschung versteht das Bauwerk selbst als primäre Quelle seiner Geschichte. Durch die präzise Bobachtung und Analyse historischer Architektur mittels Bauaufnahme und Baubeschreibung trägt die historische Bauforschung wesentlich zur Beantwortung von Fragen nach den komplexen Rahmenbedingungen der Entstehung von Architektur bei. Ein zentrales Anliegen ist die Vermittlung des baukulturellen Erbes in Europa. 2020 werden die teils dramatischen Veränderungen der historischen europäischen Stadträume aus Zerstörung und Wiederaufbau nach 1945 und die sich daraus ergebenden gesellschaftlichen Herausforderungen für die Denkmalpflege im Mittelpunkt stehen. Mögliche Fragen sind: Welche Probleme ergeben sich für die Bauforschung im Umgang mit der Nachkriegsmoderne? Wie können die Bauten der Nachkriegsmoderne denkmalpflegerisch bewertet werden? Welche denkmalpflegerischen Herausforderungen bringt ihre Sanierung mit sich? Welche Risiken bestehen hinsichtlich mancher aus heutiger Sicht toxischer Materialien? Können diese ersetzt werden, ohne die Denkmaleigenschaft zu gefährden? Welche Qualitätsstandards und Wissensdistributionsstrategien müssen an Bauten der Nachkriegsmoderne angewendet werden? Die Einbindung von best-practice-Beispielen erfolgt, wie zum Beispiel das Kongresshaus in Augsburg, welches in den 1970er Jahren in Sichtbeton-Bauweise erbaut wurde und heute als ein äußerst positives Beispiel für Nachkriegsbauten angesehen werden kann....

ZUM GESAMTEN ARTIKEL IM RESTAURO..."


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