14. Juni 2019

So trinkst du Gin (richtig)

Der 14. Juni ist wohl ein Feiertag für jeden Gin-Liebhaber, ist es doch schließlich der Welt-Gurken-Tag. Aber wie trinkt man Gin eigentlich richtig?

Noch vor garnicht allzu langer Zeit gab es im Supermarkt um die Ecke genau zwei verschiedene Falschen Gin. Den Günstigen für die schmale geldbörse und einen im mittleren Premium Segment. Der Inhalt, als auch die Herstellung schienen damals keine Rolle zu spielen.

Heute findest du in jedem Supermarkt einige verschiedne dieser wacholdrigen Spiritouose. Selbst dort kann man sagen - schmeckt dir ein Produkt nicht, dann greif einfach zum nächsten. 

Beginnen wir mit den Basics - oder der Frage: Was war zuvor da, Wacholder oder der Gin?

Du nimmst hochprozentigen Alkohol, legst Wacholder und ein paar andere Zutaten rein, nimmst sie wieder raus, fertig. Per definitionem hast du so Gin hergestellt. Keinen guten, aber Gin. Ich kenne nur wenige Spirituosen, die du schneller zubereiten kannst als diese. Denn das Grundprinzip liegt darin, dass du Gewürze, Kräuter und Früchte in Alkohol legst und dieser die aromatischen Stoffe aus den Zutaten rauszieht. Ich kann mir vorstellen, dass du jetzt denkst: „Klingt gar nicht so kompliziert.“ Da gebe ich dir recht, es klingt wirklich nicht kompliziert. Aus diesem Grund bieten auch einige Unternehmen Gin-Kits an, bei denen du neben der Spirituose noch ein paar Botanicals wie Koriander oder Pfeffer bekommst. Da kann ich dir aber nur empfehlen, waage lieber den Griff ins Regal und habe keine Scheu davor, auch mal tiefer in deine Geldbörse zu langen. Dein Gaumen (und womöglich auch dein Kopf am nächsten Tag) wird es dir danken!

Baby, get the taste!

Wusstest du, dass die „Wacholder-Beeren“ eigentlich gar keine Beeren sind, sondern „Zapfen“? Im Alltag verwenden wir nur ständig den Begriff „Beeren“, obwohl dieser botanisch nicht korrekt ist. Aber egal, was du nun verwenden möchtest – Beeren oder Zapfen – Wacholder hat eine Hand voll Moleküle, die ihn zum perfekten Botanical von Gin machen. Allem voran Sabinen, Limonen, Pinen und Myrcen. Dass jede einzelne Zutat dann noch Moleküle besitzt, die der andere nicht hat, sorgt für Komplexität in deinem Gin. Du kannst es dir vorstellen, als wäre Wacholder das Bindeglied zwischen zahlreichen anderen Zutaten.

So genießt du richtig!

Klingt schwierig – ist es nicht. Nimm einfach den Gin, der dir persönlich am besten schmeckt. Bedenke dabei immer, dass es ein Genussmittel ist, und so will er auch betrachtet werden! Ganz egal, ob du deinen Lieblings Gin Pur, mit Tonic oder als anderen Cocktail genießen möchtest. Wie du die feinsten Aromen in deinem Lieblings Gin entdecken kannst, das erfährst du in folgender Checkliste

  • Achte auf die richtige Trinktemperatur! (Old Tom Gin ca. 16° / Dry Gin ca 18° / Reserve Gin ca. 20°)
  • Achte beim Mixen auf die Aromatik des Gins! Solltest du darin keine Erfahrung haben, so lass dich beim Kauf des Gins unbedingt über die richtige Zubereitung beraten.
  • Achte auf diese fünf Merkmale von schlechtem Gin: Zu süß / Kein Wacholder-Aroma / Scharfer Alkohol / starker Gemüse-Geruch / Aroma ohne Balance

Und nun Chin Chi… ähhhhh Gin Gin!

 

P.S.: Eine stilgerechte Auswahl findet sich sicherlich im Herbst bei der Heritage World. Von 28. – 29. September erwartet dich das Schönste für Frau von Welt und Mann mit Stil.